Oster­ge­bäck

An Ostern sind alle süßen Nasche­rei­en, auf die wir wäh­rend der Fas­ten­zeit ver­zich­ten muss­ten, end­lich wie­der erlaubt. Wahr­schein­lich gibt es des­halb beim Oster­fest eine so gro­ße Anzahl an unter­schied­li­chen lecke­ren, süßen Back­wa­ren. Bereits zu Beginn der Oster­wo­che, merkt man, dass das Ende der Fas­ten­zeit naht:

Palm­bre­zel

Am Palm­sonn­tag ist es üblich, dass Palm­bu­schen gebun­den und die­se in der Kir­che geweiht wer­den. Ein Zweig aus dem Palm­bu­schen soll im Haus Glück und Segen brin­gen. Die ver­schie­de­nen Zwei­ge des Palm­bu­sches wer­den mit bun­ten Bän­dern, Schlei­fen und den tra­di­tio­nel­len Palm­bre­zeln ver­ziert. Die Palm­bre­zel sind einer­seits als Weg­zeh­rung für den Nach­hau­se­weg nach der Palm­wei­he sowie als Weih­ge­schen­ke für die Fami­lie. Meist bestehen sie aus einem Hefe­teig.

Osterlamm

Oster­lamm

Neben den vie­len ver­schie­de­nen Hefe­ge­bä­cken gehört das Oster­lamm zu einem rich­ti­gen Oster­fest ein­fach dazu. Das Lamm sym­bo­li­siert die Unschuld. Im Chris­ten­tum wird dem Lamm noch eine wei­te­re Bedeu­tung zuge­schrie­ben: Jesus opfer­te sich für die Men­schen und wird als „Lamm Got­tes“ bezeich­net. Die­se Erlö­sungs­tat wur­de durch das Oster­lamm gefei­ert.

Aus die­sem Grund wird tra­di­tio­nell ein Oster­lamm geba­cken. Die­se bestehen meist aus einem Rühr­ku­chen und wer­den ent­we­der mit Puder­zu­cker bestäubt oder mit Scho­ko­la­de über­zo­gen. Das Oster­lamm erfreut sich gro­ßer Beliebt­heit und ist übli­cher­wei­se auch ein belieb­tes Geschenk zu Ostern. Mitt­ler­wei­le wer­den nicht nur Oster­läm­mer, son­dern auch bei­spiels­wei­se Oster­ha­sen geba­cken.

Oster­strie­zel

Der Oster­strie­zel macht den Oster­brunch am Oster­sonn­tag er so rich­tig kom­plett. Doch es muss nicht immer der klas­si­sche Hefe-Zopf sein. Denn was man alles aus einem Hefe­teig for­men lässt, zeigt sich beson­ders an Ostern. So gibt es neben dem nor­ma­len Hefe-Hopf eine Viel­zahl wei­te­rer For­men: Von Oster­ha­sen über Küken bis hin zu Oster­krän­zen bzw. ‑nes­tern.

War­um der Hefe­teig an Ostern Tra­di­ti­on hat und so beliebt ist, geht auf den Vor­läu­fer des christ­li­chen Oster­fes­tes, das jüdi­sche Pes­sach, zurück. Denn wäh­rend dem Pes­sach darf kein gesäu­er­tes Brot geges­sen wer­den. Die Chris­ten ver­wen­de­ten daher Hefe als Trieb­mit­tel.

Oster­pin­ze

Die Oster­pin­ze ist ein wei­te­res Hefe­ge­bäck zu Ostern. Das klas­si­sche Oster­ge­bäck besteht aus gla­sier­tem Germ­teig mit drei­fa­chem Ein­schnitt. Oft wird in der Mit­te der Oster­pin­ze ein Ei gelegt. Die­ses Ei sym­bo­li­siert Rein­heit und Frucht­bar­keit. Ein rotes Oster­ei in der Ver­tie­fung der Pin­ze, soll Glück brin­gen.

Doch das tra­di­tio­nel­le öster­rei­chi­sche Oster­ge­bäck kommt ursprüng­lich aus Ita­li­en. Dort gibt es die soge­nann­te Pin­za, tra­di­tio­nell zu Weih­nach­ten und Neu­jahr. Da das ita­lie­ni­sche Gebiet frü­her zu Öster­reich gehör­te, kam das Rezept nach Graz und ver­brei­te­te sich so in ganz Öster­reich.

Osterpinze

Oster­brot

Ein bekann­tes Oster­ge­bäck, wel­ches ursprüng­lich aus der Stei­er­mark stammt, ist das stei­ri­sche Oster­brot. Das Oster­brot ist ein leicht süß­li­ches Weiß­brot, oft mit Rosi­nen. Übli­cher­wei­se wird es zur Oster­jau­se als Unter­la­ge für Schin­ken, geselch­ten Würs­ten, Eier und Kren ver­speist. Es ist aber eben­so beliebt zum Früh­stück oder am Nach­mit­tag zum Kaf­fee.

Kärntner Reinling

Kärnt­ner Rein­ling

Bei einem typi­schen Kärnt­ner Oster­fest darf eines auf kei­nen Fall feh­len: der Kärnt­ner Rein­ling. Die Zube­rei­tung des Gebäcks beruht auf jahr­hun­der­te­lan­ger Tra­di­ti­on und jede Fami­lie, jeder Bäcker hat sein eige­nes Rezept, wel­ches von Genera­ti­on zu Genera­ti­on wei­ter­ge­ge­ben wur­de.

Der Rein­ling ist ein Germ­teig, der meist mit Honig, Nüs­sen oder Rosi­nen und Zimt gefüllt wird. Für die Fül­ling gibt es oft kei­ne genau­en Men­gen­an­ga­ben, son­dern nach Gefühl und Belie­ben gefüllt. Zu Ostern wird der Rein­ling meist etwas weni­ger gefüllt, da er oft auch zur Oster­jau­se mit Schin­ken, Eiern und Co. ver­speist wird. Er wird in der soge­nann­ten Rein, einer run­den Form, geba­cken. Heu­te nimmt man übli­cher­wei­se die klas­si­sche Gugel­hupf-Form dafür. Daher hat er heu­te auch, im Gegen­satz zum ori­gi­na­len Kärnt­ner Rein­ling, ein Loch in der Mit­te.