Kennst du das Geheim­nis eines guten Bro­tes? Dein Bäcker schon!

Was gibt es mor­gens Bes­se­res als ein frisch­ge­ba­cke­nes Bröt­chen vom Bäcker, das sogar noch leicht warm ist? Genau, nichts. Dafür ste­hen unse­re flei­ßi­gen Bäcker*innen bereits in den frü­hen Mor­gen­stun­den in der Back­stu­be und berei­ten die­se Lecke­rei­en für uns zu. Wir müs­sen es dann nur noch beim Beck ums Eck ein­kau­fen.

Gute Grün­de für den Beck ums Eck

Ich kau­fe mein Brot lie­ber bei einer regio­na­len, klei­nen Bäcke­rei. Dies hat meh­re­re Grün­de: An ers­ter Stel­le steht für mich der Geschmack. Ein hand­ge­mach­tes Brot schmeckt mir bes­ser als die ver­pack­te Mas­sen­wa­re. Außer­dem mag ich das Per­sön­li­che, man kennt sich und man fühlt sich wert­ge­schätzt. Ein wei­te­rer Punkt ist, dass ich ger­ne klei­ne, loka­le Betrie­be unter­stüt­ze und so Arbeits­plät­ze im Land siche­re.“ Eine Kun­din

Brot ist eines unse­rer ältes­ten und wich­tigs­ten Grund­nah­rungs­mit­tel. Somit gibt es den Bäcker-Beruf schon seit vie­len tau­send Jah­ren und zählt zu den ältes­ten Beru­fen. Vie­le Bäcke­rei­en in Vor­arl­berg sind Fami­li­en­be­trie­be und wer­den von Genera­ti­on zu Genera­ti­on wei­ter­ge­ge­ben. Jede Bäcke­rei hat ihre eige­nen Rezep­te und Geheim­nis­se für die Zube­rei­tung der Back­wa­ren – Unter­schie­de, die man schmeckt.

Nicht nur der Geschmack ist ein guter Grund für einen Ein­kauf in der Dorf-Bäcke­rei. Brot kau­fen beim Bäcker des Ver­trau­ens sichert das Bäcker-Hand­werk und auch Arbeits­plät­ze. Durch die ver­schie­de­nen Brot-Rezep­te und Neu-Krea­tio­nen hat jede Bäcke­rei. neben dem Stan­dard-Brot­sor­ti­ment, sei­ne eige­nen Back­wa­ren im Ange­bot. Denn wer sagt, dass Brot gleich Brot ist? Damit wir die­se Brot-Viel­falt auch wei­ter­hin genie­ßen kön­nen, müs­sen wir unse­re Bäcke­rei­en unter­stüt­zen:

Regio­na­le Pro­du­zie­ren­de sind Held*innen des All­tags

Der Groß­teil der Bäcke­rei­en hat­te auch wäh­rend der Kri­se dau­er­haft geöff­net. Die Bäcker*innen sicher­ten so ein wich­ti­ger Teil der Grund­ver­sor­gung.“ Innungs­meis­ter der Bäcker Wolf­gang Fitz

Gera­de in Kri­sen­zei­ten wird man schnell dar­an erin­nert was wirk­lich zählt: die regio­na­le Nah­ver­sor­gung. Denn wenn die Gren­zen geschlos­sen sind, wird einem bewusst, wie wich­tig die regio­na­len Pro­du­zie­ren­den sind. Dazu zäh­len auch die flei­ßi­gen Bäcker*innen, die bereits in den frü­hen Mor­gen­stun­den in der Bäcker­stu­be ste­hen – und das nicht nur in Kri­sen­zei­ten. Sie sor­gen mit ihrer Arbeit und ihrem Hand­werk dafür, dass es uns an nichts fehlt und wir täg­lich fri­sches Brot genie­ßen kön­nen. Aller­dings stellt sich die Fra­ge, wie lan­ge wir die­ses von Bäcker­hand gemach­te Brot noch genie­ßen kön­nen. Denn die Coro­na-Kri­se ging auch an den (klei­nen) Vor­arl­ber­ger Bäcke­rei­en nicht spur­los vor­bei.

Bäckerlehrlinge mit Innungsmeister Wolfgang Fitz

Wie geht es wei­ter mit dem Bäcker-Hand­werk?

Man geht jetzt halt lie­ber in ein Geschäft und kauft dort Brot und Fleisch usw. ein, als in die ein­zel­nen Fach­be­trie­be wie Bäcke­rei­en oder Flei­sche­rei­en zu gehen. Dar­un­ter lei­den natür­lich die klei­nen Hand­wer­ker. Man merkt defi­ni­tiv einen Kund*innen-Rückgang. Das ist für vie­le ein Pro­blem.“ Innungs­meis­ter Wolf­gang Fitz

Vie­le Bran­chen, so auch der Han­del, wur­den von der Coro­na-Kri­se hart getrof­fen: Die Angst sich anzu­ste­cken, der Weg­fall der Schüler*innen, Arbeiter*innen und der Gas­tro­no­mie sowie das Feh­len  kul­tu­rel­len und sport­li­chen Ver­an­stal­tun­gen haben zu gro­ßen Umsatz­ein­bu­ßen geführt. Die­se Umsatz­ver­lus­te sind beson­ders für klei­ne Betrie­be, schwer zu kom­pen­sie­ren. Dabei kön­nen wir als Konsument*innen unse­ren Beck ums Eck ganz ein­fach unter­stüt­zen: Kauf dein Brot beim Bäcker von neben­an.

Mit einem Ein­kauf in der loka­len Bäcke­rei trägst du zur Siche­rung des Hand­werks sowie der Arbeits­plät­ze bei und wirst dafür mit fri­schem, lecke­rem Brot belohnt. Ein wich­ti­ger Punkt ist auch, dass die Vor­arl­ber­ger Bäcke­rei­en mehr als nur Brot in ihrem Sor­ti­ment haben: Für vie­le ist die Bäcke­rei ein Treff­punkt. Man genießt eine Tas­se zu Kaf­fee und tauscht sich unter­ein­an­der aus – Bäcke­rei­en haben somit auch einen kul­tu­rel­len und sozia­len Aspekt.

Bäcker-Hand­werk sichern

Damit wir auch wei­ter­hin frisch­ge­ba­cke­ne Sem­mel, knusp­ri­ge Salz­stan­gen und schmack­haf­tes Korn­brot genie­ßen kön­nen, ist es wich­tig, dass das tra­di­ti­ons­rei­che Bäcker-Hand­werk wei­ter­hin besteht. Wie vie­le ande­re Bran­chen, haben auch die Bäcker*innen mit dem Nach­wuchs zu kämp­fen. Durch den coro­nabe­ding­ten Weg­fall der Schnup­per­ta­ge und ande­ren Aktio­nen, um Lehr­lin­ge zu rekru­tie­ren, gibt es bis jetzt nur weni­ge Lehr­lings­an­mel­dun­gen für den Herbst – wir hof­fen, dass sich noch mehr Lehr­lin­ge mel­den, um die Zukunft des Bäcker-Hand­werks zu sichern. Mit dem Bäcker-Beruf wählt man einen tra­di­ti­ons­rei­chen und wich­ti­gen Beruf. Denn er ist nicht nur Grund­pfei­ler unse­rer Nah­ver­sor­gung, son­dern sichert auch unser täg­li­ches Brot.

Abschlie­ßend möch­ten wir uns im Namen aller Bäcke­rei-Betrei­ben­den bedan­ken: Ein gro­ßes Dan­ke geht an jene treu­en Kund*innen, die auch wäh­rend der Coro­na-Kri­se die Arbeit der flei­ßi­gen Bäcker*innen unter­stützt und dort ein­ge­kauft haben bzw. wei­ter­hin ein­kau­fen. Denn wie auch ande­re Berufs­grup­pen zäh­len die Bäcker*innen zu den Corona-Held*innen.